Urheberrecht und Medienrecht
Musik auf Social Media: Wenn ein Reel teuer wird
Gewerbliche Nutzung von Musik auf Instagram, TikTok & Co.
Besonders betroffen sind Accounts, die ihre Inhalte gewerblich nutzen, etwa für Markenpräsentationen, Produktwerbung oder Unternehmenskommunikation. Auch Musik, die auf TikTok, Instagram oder YouTube verfügbar ist, ist nicht automatisch für kommerzielle Zwecke freigegeben. Wer sie in einem geschäftlichen Kontext verwendet, macht sich rechtlich angreifbar. Unterlassungsaufforderungen und Schadensersatzforderungen, die sich nach der sogenannten Lizenzanalogie berechnen, können selbst Jahre nach der Veröffentlichung eintreffen und hohe Kosten verursachen.
Abmahnung wegen Musik im Reel: Kostenrisiken und rechtliche Grenzen der Plattform-Bibliotheken
Die Praxis zeigt: Eine frühzeitige rechtliche Prüfung ist entscheidend. Alle verwendeten Musikstücke sollten auf ihre Lizenzrechte hin geprüft und die Art der Nutzung dokumentiert werden. Plattforminterne Musikbibliotheken sind praktisch, decken aber meist nur private Nutzung ab.
Was tun bei einer Abmahnung wegen Social-Media-Musik?
Wer eine Abmahnung erhält, sollte nicht unüberlegt reagieren. Unterlassungserklärungen oder Zahlungen sollten erst nach sorgfältiger rechtlicher Beratung erfolgen, um unnötige Kosten und Risiken zu vermeiden.
Rechtssichere Social-Media-Kampagnen planen
Für Unternehmen, Agenturen und Creator:innen bedeutet das konkret: Social-Media-Kampagnen regelmäßig auf lizenzierte Musik prüfen, alle relevanten Rechte dokumentieren und Teams für rechtliche Risiken sensibilisieren. Wer frühzeitig handelt, kann teure Abmahnungen vermeiden und Social-Media-Content rechtssicher einsetzen.
Wir unterstützen Sie bei der rechtlichen Prüfung Ihrer Social-Media-Inhalte, bewerten Abmahnungen und entwickeln Strategien, um Risiken zu minimieren. Kontaktieren Sie uns gern für ein unverbindliches Erstgespräch.
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